Im Herbst 2023 begannen vier Gründer:innen gemeinsam mit einer kleinen Community, erste Konzepte für eine neue Bewegung zu entwickeln. Ziel war es, Protest, Kampagnenarbeit und langfristigen strukturellen Aufbau miteinander zu verbinden und eine Bewegung zu schaffen, die gesellschaftlich anschlussfähig ist und nachhaltig wirken kann. Zwischen Herbst 2023 und Februar 2024 wurden zentrale Grundlagen geschaffen, darunter erste Bündnisanschlüsse, organisatorische Strukturen, Anschluss an den Rechtsverein RAZ e.V. und eine unabhängige Finanzverwaltung über eine gemeinnützige Partnerorganisation All for Climate.
Im Mai 2024 trat Queermany erstmals öffentlich in Erscheinung, als die Ortsgruppe Berlin sich an Protesten gegen fossile Subventionen beteiligte. In den folgenden Monaten entwickelte sich Queermany von einer queer-klimagerechtigkeitsorientierten Initiative zu einer eigenständigen queerfeministischen Bewegung mit wachsendem Fokus auf den Schutz queerer sowie FLINTA* Menschen, den Kampf gegen Faschismus und gesellschaftliche Teilhabe.
Bereits im November 2024 organisierte Queermany die erste eigenständige Demonstration für trans Sichtbarkeit. Während anfangs rund 60 Menschen teilnahmen, wuchs die Bewegung im Laufe des Jahres 2025 deutlich. Es folgten über 25 Proteste und Protestbeteiligungen, teilweise mit mehreren hundert bis über tausend Teilnehmenden. Queermany entwickelte sich von einer lokalen Initiative zu einer handlungsfähigen Bewegung mit wachsender Reichweite.
Aufbau von Kampagnen und politischer Wirksamkeit
Ab 2025 begann Queermany, Proteste systematisch mit Kampagnenarbeit zu verbinden. Ein wichtiger Wendepunkt war die Erkenntnis, dass Petitionen ein wirksames Instrument sein können, um politischen Druck aufzubauen und konkrete Veränderungen anzustoßen.
Im Frühjahr 2025 unterstützte Queermany Berlin die Petition „Sichere FLINTA*-Wagons jetzt“, die deutlich machte, wie stark politische Kampagnen mobilisieren können. Aufbauend auf diesen Erfahrungen startete Queermany im Juni 2025 eine eigene lokale Petition für strukturellen Schutz von trans und queeren Menschen in Berlin-Neukölln. Innerhalb kurzer Zeit erreichte sie tausende Unterstützende und etablierte Queermany erstmals als kampagnenfähigen politischen Akteur auf lokaler Ebene.
Im Juli 2025 folgte der nächste entscheidende Schritt: die bundesweite Petition gegen ein geplantes Sonderregister für trans, inter und nicht-binäre Menschen. Diese Kampagne entwickelte sich zu einer der erfolgreichsten queerpolitischen Petitionen in Deutschland und erreichte über 260.000 Unterstützende. Sie markierte den Übergang von einer lokalen Bewegung zu einer bundesweit wahrnehmbaren politischen Kraft.
Durch diese Kampagnen entstand eine enge Zusammenarbeit mit Campact und WeAct, einer der größten Kampagnenplattformen im deutschsprachigen Raum. Anfang 2026 wird Queermany eine eigene Partnerseite erhalten – eine strukturelle Grundlage für langfristige bundesweite Kampagnenarbeit.
Weitere Kampagnen, unter anderem zur Verteidigung der Rechte von Sexarbeitenden, machten deutlich, wie wichtig es ist, politische Forderungen gemeinsam mit der Community zu entwickeln. Queermany begann daraufhin, systematische Community-Umfragen durchzuführen, um die Perspektiven und Bedürfnisse der Bewegung selbst zur Grundlage politischer Forderungen zu machen. Daraus entstand ein gemeinsamer Forderungskatalog mit über 20 politischen Forderungen, die heute die Grundlage der Kampagnenarbeit bilden.
Vom lokalen Protest zur bundesweiten Bewegung
Ein zentraler Meilenstein war der erste bundesweite queerfeministische Protesttag am 11. September 2025, der parallel in mehreren Städten stattfand. Er zeigte erstmals, dass Queermany in der Lage ist, Proteste bundesweit zu koordinieren und eine gemeinsame politische Stimme zu schaffen.
Seitdem sind mehrere Ortsgruppen entstanden, weitere befinden sich im Aufbau. Die Bewegung wächst weiter – getragen von der Community selbst und verbunden durch gemeinsame Werte, Kampagnen und Strukturen.
Heute baut Queermany seine Strukturen bundesweit weiter aus und arbeitet daran, eine dauerhaft handlungsfähige queerfeministische Bewegung zu werden. Die Erfahrungen aus Protesten, Kampagnen und Community-Organisierung bilden die Grundlage für die nächste Phase der Bewegung: den langfristigen Aufbau einer starken, unabhängigen queerfeministischen Kraft.
Teil der Bewegung werden
Heute baut Queermany seine Strukturen bundesweit weiter aus und arbeitet daran, eine dauerhaft handlungsfähige queerfeministische Bewegung zu werden.
Diese Bewegung lebt von den Menschen, die sie tragen. Ob durch Teilnahme an Protesten, Unterstützung unserer Kampagnen oder aktive Mitwirkung im Aufbau neuer Strukturen – jede Person kann Teil dieser Entwicklung werden.
Gemeinsam bauen wir eine starke, solidarische und anschlussfähige Bewegung auf, die gesellschaftliche Veränderung möglich macht. Werde Teil von Queermany und gestalte die Zukunft dieser Bewegung mit.
